Shopware 6 SEO richtig umsetzen
SEO-URLs, Varianten, Erlebniswelten und Sprachversionen in Shopware 6 richtig einstellen
SEO-URLs, Varianten, Erlebniswelten und Sprachversionen in Shopware 6 richtig einstellen
Shopware 6 ist im deutschsprachigen Raum eines der wichtigsten Shopsysteme für mittelständische Händler und Hersteller. Viele SEO-Funktionen sind bereits eingebaut: Vorlagen für SEO-URLs, Meta-Angaben, Canonicals, XML-Sitemap und mehrere Sprachen über Verkaufskanäle. Die Standardeinstellungen passen aber selten ohne Anpassung zu einem konkreten Sortiment.
Dieser Beitrag zeigt, welche Einstellungen den größten Einfluss haben, wo typische Fehler entstehen und worauf beim Umstieg von Shopware 5 zu achten ist.
Die Adressen von Produkten und Kategorien entstehen in Shopware 6 aus Vorlagen, die Sie global oder für jeden Verkaufskanal einzeln festlegen. Kategorien folgen in der Regel ihrem Pfad im Kategoriebaum. Bei Produkten enthält die Vorlage den Produktnamen und in vielen Shops zusätzlich die Produktnummer.
In Shopware 6 hat jede Variante eines Produkts eine eigene URL. Bei einem T-Shirt in fünf Farben und sechs Größen sind das schnell dreißig Adressen mit fast gleichem Inhalt. Im SEO-Bereich des Produkts lässt sich deshalb festlegen, dass alle Varianten dieselbe Canonical-URL verwenden, und welche Variante dafür steht.
| Situation | Empfehlung |
|---|---|
| Varianten unterscheiden sich nur in Größe | Gemeinsame Canonical-URL auf die Hauptvariante |
| Farben oder Ausführungen mit eigener Nachfrage | Eigene indexierbare Varianten mit eigenem Text und Bild |
| Filter nach Eigenschaften, Sortierung, Seitennummern | Nicht als eigene Seiten indexieren, Kategorie bleibt das Ziel |
| Filterkombination mit hoher Nachfrage | Eigene Kategorie oder Landingpage mit Text statt Parameter-URL |
Filter erzeugen in Shopware Parameter für Eigenschaften, Sortierung und Seiten. Prüfen Sie in der Search Console, ob Google solche URLs in großer Zahl abruft. Hinweise zur Steuerung gibt Google in der Anleitung zur facettierten Navigation, die Grundlagen erklärt unser Beitrag zum Canonical Tag.
Mit den Erlebniswelten gestalten Sie Kategorien und Landingpages aus Blöcken wie Bildern, Slidern, Texten und Produktlisten. Für Kunden wirkt das ansprechend. Für Google zählt, ob die Seite einen eigenen, verständlichen Text enthält. Kategorien, die nur aus einem Banner und einer Produktliste bestehen, unterscheiden sich kaum von Hunderten ähnlicher Seiten anderer Shops.
Das Standard-Theme zeichnet Produkte bereits mit strukturierten Daten aus. Zusätzliche SEO-Plugins oder angepasste Themes können eine zweite Auszeichnung ergänzen. Prüfen Sie mit dem Test für Rich-Suchergebnisse, dass Preis, Verfügbarkeit und Bewertungen nur einmal und korrekt ausgegeben werden.
Mehrere Sprachen und Länder bildet Shopware über Verkaufskanäle mit eigenen Domains oder Verzeichnissen ab. Jede Domain erhält Sprache, Währung und eigene SEO-URLs. Damit Google die Versionen richtig zuordnet, müssen die Sprachverknüpfungen vollständig und gegenseitig sein. Die Regeln dafür beschreibt unser Beitrag Hreflang richtig einsetzen.
Der offizielle Support für Shopware 5 ist im Juli 2024 ausgelaufen. Viele Händler stehen deshalb vor dem Wechsel auf Shopware 6 oder ein anderes System. Technisch ist das kein Update, sondern ein neuer Shop, oft mit neuer URL-Struktur, neuem Theme und neuen Erweiterungen.
Der Migrationsassistent von Shopware übernimmt viele Daten, ersetzt aber keine Kontrolle der Weiterleitungen. Den Ablauf beschreibt unser Beitrag SEO-Weiterleitungen. Wir begleiten solche Umzüge im Rahmen unserer SEO-Relaunch-Begleitung und optimieren Shopware-Shops dauerhaft im Rahmen von Onlineshop-SEO.
Veröffentlicht am . Herausgeber ist Project33 SEO Agentur GmbH & Co. KG.