WooCommerce SEO richtig umsetzen
Kategorien, Produkte, Filter und Varianten eines WordPress-Shops gezielt für Google aufbereiten
Kategorien, Produkte, Filter und Varianten eines WordPress-Shops gezielt für Google aufbereiten
WooCommerce macht aus einer WordPress-Website einen Onlineshop. Für SEO bedeutet das zweierlei. Alles, was für WordPress gilt, bleibt wichtig: Permalinks, Archive, Plugins, Performance und Wartung. Dazu kommen Produkte, Kategorien, Attribute, Varianten, Filter und Bestellseiten, die viele zusätzliche URLs erzeugen und eigene Entscheidungen verlangen.
Die Grundlagen von WordPress beschreibt unser Beitrag WordPress SEO richtig umsetzen. Hier geht es um das, was ein Shop zusätzlich braucht, damit Kategorien und Produkte bei Google gefunden werden.
WooCommerce legt Produkte standardmäßig unter einer Produktbasis wie /produkt/ und Kategorien unter /produkt-kategorie/ an. Die Basis lässt sich in den Permalink-Einstellungen ändern. In einem bestehenden Shop sollte das nur mit vollständigen Weiterleitungen geschehen, denn jede alte Produkt- und Kategorie-URL verliert sonst ihre Rankings.
| Seitentyp | Indexieren? | Hinweis |
|---|---|---|
| Produktkategorien | Ja | Wichtigste Einstiegsseiten, brauchen eigenen Text über oder unter der Produktliste |
| Produkte | Ja | Eigene Beschreibung statt Herstellertext, vollständige Angaben |
| Produktschlagwörter | Meist nein | Erzeugen oft dünne Archive, die Kategorien Konkurrenz machen |
| Shopseite | Je nach Aufbau | Sinnvoll, wenn sie als echte Übersicht gestaltet ist |
| Warenkorb, Kasse, Kundenkonto | Nein | WooCommerce kennzeichnet sie standardmäßig mit noindex |
Warenkorb, Kasse und Kundenkonto erscheinen trotzdem häufig in der XML-Sitemap von WordPress oder eines SEO-Plugins. Die Search Console meldet dann eingereichte URLs mit noindex. Diese Seiten gehören nicht in die Sitemap. Gleiches gilt für Weiterleitungsziele, Testprodukte und alte Kategorien.
Filter nach Farbe, Größe oder Marke erzeugen Parameter wie ?filter_farbe=rot, dazu kommen Sortierungen wie ?orderby=price und Seitennummern wie /page/2/. Schon wenige Attribute ergeben Tausende Kombinationen. Google empfiehlt in seiner Anleitung zur facettierten Navigation, solche URLs gezielt zu steuern, damit das Crawling bei den wichtigen Seiten bleibt.
Die Einstellung, ausverkaufte Produkte im Katalog auszublenden, entfernt sie nur aus den Listen. Die Produktseite selbst bleibt erreichbar und braucht eine eigene Entscheidung. Wie Canonicals und Weiterleitungen zusammenspielen, erklären die Beiträge Canonical Tag und SEO-Weiterleitungen.
WooCommerce gibt für Produkte bereits strukturierte Daten im JSON-LD-Format aus. Viele SEO-Plugins und manche Themes ergänzen eigene Produktauszeichnungen. Dann stehen zwei widersprüchliche Angaben im Quelltext, etwa zu Preis oder Verfügbarkeit. Prüfen Sie mit dem Test für Rich-Suchergebnisse, welche Auszeichnung tatsächlich ausgegeben wird, und lassen Sie nur eine Quelle aktiv.
Für Google Shopping und die kostenlosen Produkteinträge verbindet die offizielle Google-Erweiterung für WooCommerce den Shop mit dem Merchant Center. Weichen Feed und Website voneinander ab, lehnt Google Produkte ab. Ein gepflegter Katalog ist deshalb Grundlage für SEO und Werbung zugleich.
Ein WooCommerce-Shop wird selten durch WooCommerce selbst langsam, sondern durch die Summe aus Theme, Page Builder, Erweiterungen und Hosting. Jede Erweiterung für Zahlungen, Versand, Bewertungen oder Marketing kann Skripte auf allen Seiten laden, auch dort, wo sie nicht gebraucht werden.
Ladezeiten bewerten Sie am besten mit Felddaten der Core Web Vitals. Wenn Sie Ihren Shop nicht nur prüfen, sondern gezielt weiterentwickeln möchten, beschreibt unsere Leistung Onlineshop-SEO den Ablauf. Bei einem Wechsel des Shopsystems begleiten wir den Umzug im Rahmen unserer SEO-Relaunch-Begleitung.
Die Technik sorgt dafür, dass Google Ihre Seiten findet. Ob sie ranken, entscheidet der Inhalt. Gerade bei WooCommerce-Shops bestehen Kategorien oft nur aus einem Namen und einem Raster von Produkten, und Produktseiten übernehmen die Beschreibung des Herstellers.
Die verbreiteten SEO-Plugins für WordPress bieten eigene Einstellungen oder Erweiterungen für WooCommerce. Sie steuern unter anderem Titel und Beschreibungen für Produkte und Kategorien, die Indexierung von Produktschlagwörtern, Breadcrumbs, die XML-Sitemap und zusätzliche strukturierte Daten.
Allgemeine Hinweise zur Auswahl und Konfiguration von SEO-Plugins enthält unser Beitrag WordPress SEO richtig umsetzen.
WooCommerce selbst ist einsprachig. Mehrere Sprachen und Währungen entstehen über Erweiterungen wie WPML mit WooCommerce Multilingual oder Polylang für WooCommerce. Für SEO ist entscheidend, dass jede Sprachversion eine eigene, vollständig übersetzte Adresse hat und die Versionen korrekt miteinander verknüpft sind.
Die Regeln für Sprachverknüpfungen beschreibt unser Beitrag Hreflang richtig einsetzen. Bei der Planung mehrerer Länder unterstützt unsere Leistung International SEO.
Wir führen solche Prüfungen im Rahmen unserer SEO-Seitenanalyse durch und setzen die Ergebnisse auf Wunsch direkt im Shop um.
Veröffentlicht am . Herausgeber ist Project33 SEO Agentur GmbH & Co. KG.